Mit CHIA voll im Trend: Vegetarisch und vegan

Chia-Samen liegen gerade voll im Trend. Überall sieht man sie in schicken Verpackungen herumstehen. Allerdings hatten wir bisher keine Idee, was man daraus eigentlich macht. Bis ich unlängst auf ein Rezept in einer Zeitschrift gestoßen bin. Und da wir ja gerne mal was Neues ausprobieren…

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Chia-Pudding pur

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…mit Erdbeersauce

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… und Topping

 

 

 

 

 

Chia ist eine Pflanze aus der Gattung der Salbei, so liest man auf Wikipedia. Die Samen sind außerordentlich gesund. Schon die Maya aßen sie und nutzten sie als Verdickungsmittel. Wenn die Samen in Flüssigkeit eingelegt werden, bilden sie eine schleimige Schicht. So wird über Nacht aus der ungesüßten Mandelmilch ein Pudding – mit Vanille und ein wenig Salz gewürzt. Die Erdbeersauce ist ebenfalls zuckerfrei, gekocht mit entsteinten Backpflaumen, so kommt etwas mehr Süße hinein. Das Topping toppt den Rest durch Frische: Apfel, Kiwi, Avocado, und ein paar Blätter frische Minze. Ein Augenschmaus! Aber schmecken tut es am besten verrührt. Wer es süßer mag, kann noch Schokosplitter obenauf oder eine zermuste Banane in den Pudding tun.

Pudding und Erdbeersauce halten sich im Kühlschrank etwa 3-5 Tage. Es lohnt sich, einen kleinen Vorrat anzulegen!

Guten Appetit!

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Physalis – Meisterin der Verpackung

Kappstachelbeere im Körbchen

Physalis im Körbchen

Die Physalis schmeckt nicht nur und sieht hübsch aus, sondern wird außerdem in kleinen Körbchen transportiert, die zum Wegwerfen viel zu schade sind. Als Snack für zwischendurch macht sie weit mehr her als ein Müsliriegel. Natürlich kann man noch viel mehr mit den Physalis machen – und mit den Körbchen auch!

Die Physalis (Kapstachelbeere) ist ein Nachtschattengewächs (wie auch die Kartoffel, die Aubergine, Tomate und Paprika) und wird hauptsächlich in Südafrika angebaut. Ursprünglich stammt sie aus den Anden in Südamerika.

Aus der Blüte bildet sich nach der Befruchtung eine Art Lampion, in dem die Frucht heranwächst. Physalis’ sind also von Natur aus wie Luxuspralinen verpackt, jede Frucht steckt in einer winzigen bastfarbenen Tüte. Seit sie außerdem in kleine schwarze oder weiße Gitterkörbchen verpackt zu kaufen sind, sind sie richtig in Mode gekommen. Tatsächlich lassen sie sich in den Körbchen perfekt transportieren, und das sogar im Rucksack für unterwegs. Und die Körbchen sind zum Wegschmeißen viel zu schade.

Gesund ist das Früchtchen natürlich auch, denn es ist besonders reich an den Vitaminen C, Niacin, Kalzium und Phosphor. Vitamin C stärkt  bekanntlich das Immunsystem. Harntreibende, reinigende und schweißtreibende Wirkung wird der Physalis nachgesagt, und so soll sie bei Harnwegserkrankungen, Gicht, Blasen- und Nierensteinen helfen.

Sind die Beeren orange-gelb und die Blütenblätter braun, sind die Früchte erntereif. Nach der Ernte werden die etwa kirschengroßen Früchte in ihren Lampions vorsichtig in den luftdurchlässigen Kunststoffkörbchen transportiert.

Gefährliches Hand-held Food

Frau mit Apfel

Clarissa Schwarz / pixelio.de

Das Nebenbeiessen liegt im Trend. Simultan essen und arbeiten ist für 39% der 18-25-Jährigen ganz normal. Selbst bei den über 66-Jährigen sind es noch 22%, die beim Essen fernsehen oder in einer Zeitschrift blättern. Das ist das Ergebnis einer Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse 2013, für die ein Meinungsforschungsinstitut 1.000 Erwachsene zu ihrem Essverhalten befragt hat. Da ist es ja dann auch kein Wunder, dass immer weniger mit Besteck gegessen wird, denn außerdem wird immer häufiger gar nicht mehr zu Hause gegessen, sondern unterwegs. Der traditionelle Tagesablauf löst sich zunehmend auf und die klassischen Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen weichen sogenannten Verzehrsituationen, einer diskontinuierlichen Abfolge kleinerer Mahlzeiten in Form von Imbissen, die im “Optimalfall” simultan zu anderen Tätigkeiten quasi verrichtet werden. Essen wird zur Nebensache, der gedeckte Tisch zur Ausnahme. Die Zukunft liegt im Hand-held Food oder One-Bite Food. Obwohl wir doch wissen, wie gefährlich das ist. Natürlich unter gesundheitlichen Aspekten. Beim Essen registriert man nicht mehr, wie viel man konsumiert, man isst also schnell zu viel oder unausgewogen. Gefährlich auch, weil ein Stück Kultur verloren geht. Und nicht zu vergessen: Ein einziger Bissen von einem Hand-Held food führte zur Vertreibung aus dem Paradies. Wäre Adam doch etwas vorsichtiger gewesen in dieser Verzehrsituation!

Blumenkohlstaub herstellen

BlumenkohlstaubBlumenkohl hat Blätter, von denen ich immer angenommen habe, dass man sie nicht essen kann. Folgerichtig landen sie in der Tonne. Ob sie tatsächlich zu gut für die Tonne sind, wie die App des Bundesministeriums für Ernährung etc. behauptet? Zum ersten Mal in meinem Leben beiße ich in ein rohes Blumenkohlblatt und bin ernsthaft überrascht denn es schmeckt gut. Ich könnte mir vorstellen, dass Blumenkohlblätter auch gedünstet eine schmackhafte Beilage sind. Das allerdings schlägt die App nicht vor. Sie wartet mit einem Rezept für Blumenkohlstaub auf. Also die Blätter in den Ofen, mit Puderzucker überstäubt und bei 100 Grad gut eine halbe Stunde getrocknet. Weiterlesen

Blumenkohlblätter: Zu gut für die Tonne

FotoUnter dem Titel “Zu gut für die Tonne” setzt sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit einer Informationskampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ein. Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.  Eine App soll Abhilfe schaffen. Weil ich das für eine sehr gute Idee halte,  habe ich diese sogleich installiert. Die Eingabe von Zutaten anhand einer Scroll-Liste führt zu Rezepten. Was um Himmels willen kann man aus Blumenkohlblättern machen? Kochpate Andreas Tuffentsammer, ein Sternekoch aus Niedersachsen, gibt die Antwort: Blumenkohlstaub – als Gewürz oder Beilage. Das wird ausprobiert.